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08.08.2011: Gefahrstoffeinsatz nach einen Suizidversuch |
| | | | | | | | | Einsatzübersicht: | | Datum: 08.08.2011 | Alarmierung: 21:04 Uhr
| Einsatzende: 00:30 Uhr
| Einsatzdauer: 3.5 std.
| Einsatznummer: 69 | Einsatzkategorie: H:PersNot | | Einsatzort: Eberswalde/ Westend | Einsatzmeldung: Gefahrstoffeinsatz nach Suizidversuch
| | | | | Alarmierte Kräfte:
| | BF Eberswalde, FF Eberswalde, FF Finow, A- Dienst, Kreisbrandmeister, Fachberater PCK, Rettungsdienst und die Polizei | | | | Eingesetzte Fahrzeuge: |  |  |  | | | | | | | | | Einsatzbericht:
| | | | | | | | | | | Zu einem weiteren Einsatz wurden wir in den späten Abendstunden gerufen. Um 21:04 Uhr alarmierte uns die Leitstelle Nord Ost in die Brunoldstraße im Stadtteil Westend. Nach kurzer Zeit rückten wir mit allen 3 Fahrzeugen zur Einsatzstelle in den benachbarten Stadtteil aus. Wie sich vor Ort herausstellte war bereits die Berufsfeuerwehr mit dem Löschzug sowie der A-Dienst und der Rettungsdienst zu einem Suizidversuch in der Wohnung alarmiert worden. Durch Zeugenaussagen wurde mitgeteilt, dass sich in der Wohnung Quecksilber befinden soll. Da bei solchen Lagen zum Schutz der Einsatzkräfte unter CSA gearbeitet werden muss, wurden wir und die FF Finow, die den GWG an die Einsatzstelle brachte nachalarmiert. Unserer Aufgabe bestand darin den Angriffstrupp unter CSA für eine genau Lageerkundung in der Wohnung zu stellen. Außerdem stellten wird den Sicherheitstrupp (ebenfalls mit CSA). Die restlichen Kameraden bauten den Dekonplatz auf und leuchteten die Einsatzstelle aus. Die erste Lageerkundung ergab das mehrere Thermometer zerstört worden waren und sich nun das Quecksilber in der Wohnung auf einem Tisch befand. Nach dem der angeforderte Fachberater aus Schwedt eingetroffen war, wurden die nächsten Schritte mit ihm zusammen abgesprochen. Zwei weitere Trupps gingen mit einem Filtergerät und einfacher Schutzkleidung nochmals in die Wohnung vor. Dort sammelten sie alle losen Teile der Thermometer in einen Auffangbehälter ein. Das Quecksilber wurde ebenfalls in einen kleinen Behälter verpackt. Nach weiteren Absprachen mit dem Fachberater, der Polizei, dem Kreisbrandmeisters und der Leiters der BF wurde danach die Wohnung versiegelt.
| | | | | | | | | | | Einsatzfotos: | | | | | | | | | | |  | |  | |  | | | |  | |  | | | | | | | | | | | | | Medienbericht: | | | | | | | | | | | Quecksilber-Alarm in Westend
Eberswalde (moz) Erneut Quecksilber-Alarm in Eberswalde. Zu ihrem bislang wohl ungewöhnlichsten Einsatz mussten die Feuerwehren Eberswalde und Finow am Montagabend ausrücken. Ein 24 Jahre alter Mann aus Westend hatte in seiner Wohnung mehrere Laborthermometer zerstört, um an Quecksilber zu gelangen. Als sein Betreuer gegen
20.45 Uhr nach dem rechten sehen wollte, entdeckte er auf dem Stubentisch einen Bierdeckel, auf dem bereits einige der hochgiftigen Perlen lagen. Der Betreuer verständigte die Feuerwehr. „Die Männer konnten die Wohnung nur unter Vollschutz betreten. Quecksilberperlen lagen nicht nur auf dem Tisch, sondern auch auf dem Boden. Die giftigen Stoffe wurden eingesammelt“, teilte Ingo Schilling, Schichtführer der Eberswalder Berufsfeuerwehr. „Mit Chemikalien hatten wir es zwar schon öfter zu tun. So einen Fall aber haben wir bisher noch nicht gehabt“, fügt er hinzu. Was der 24-Jährige mit dem Quecksilber vor hatte, lässt sich nur vermuten. Er wurde noch am Montagabend ins Gropius-Klinikum gebracht. Die Feuerwehr beendete ihren Einsatz erst kurz nach Mitternacht. Die Polizei versiegelte die Wohnung. Das Mobiliar wird aus Sicherheitsgründen entfernt. Darum kümmert sich die Kreisverwaltung. Bereits im Juni 2010 hatte es einen Quecksilber-Alarm in Eberswalde gegeben. Damals war bei Kontrolle ein erhöhter Quecksilberwert im Klärschlamm aufgefallen. Der ZWA verfolgte damals die Spur zu einem Grundstück in Schorfheide zurück. Von dort sind Quecksilberverbindungen ins Abwasser gelangt. Secoplast-Geschäftsführer Rüdiger Schmidt hatte später zwar eingeräumt, dass die Firma die Quelle der Vergiftung sei, sie aber als „Opfer einer illegalen Müllentsorgungsmafia“ dargestellt. Ein Entsorger soll Secoplast damals den kontaminierten Kunststoff untergeschoben haben.
Quelle: MOZ
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